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Aus der aktuellen Ausgabe

05/2017:

Refraktive Chirurgie bei Keratokonus

In Vorbereitung eines refraktiv-chirurgischen Eingriffs ist es unter anderem von Relevanz, Keratokonus-Augen in frühen Stadien zu detektieren und gegebenenfalls von der OP auszuschließen. Dabei leiden gerade Keratokonus-Patienten massiv unter den refraktiven Auswirkungen ihrer primär organischen Erkrankung, die lange Zeit als Kontraindikation für einen refraktiven Eingriff galt. Dr. Georg Gerten (Köln) zeigt anhand des „Kölner Keratokonus Schema“ die chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten des Keratokonus auf und erörtert die Zuordnung der Patienten zu sinnvollen Therapieformen.

Als Augenärzte nehmen wir in Deutschland mittlerweile pro Jahr 140.000 refraktive Operationen an fehlsichtigen, aber ansonsten gesunden, stabilen Augen vor. Die überwiegende Anzahl davon an der Kornea mit hervorragendem Erfolg (Sehschärfe sc 1,0 oder mehr in über 90 Prozent der Fälle, in Abhängigkeit von Verfahren, Befund und Ausgangsrefraktion; VSDAR Report 2016). Im Vorfeld der refrak-tiven Chirurgie geht es unter anderem darum, Keratokonus-Augen in frühen Stadien zu detektieren und gegebenenfalls von einem refraktiv-chirurgischen Eingriff auszuschließen. Aber gerade diese Patienten leiden massiv unter den refraktiven Auswirkungen ihrer primär organischen Erkrankung, die lange Zeit als Kontraindikation für refraktive Eingriffe galt. Dies hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Das „Kölner Keratokonus Schema“ (Abb. 1) soll helfen, sich einen Überblick über die chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten des Keratokonus zu verschaffen, und eine ungefähre Zuordnung der Patienten zu sinnvollen Therapieformen ermöglichen. Dabei fußt die moderne Keratokonus-Therapie auf einem Mix aus refraktiv-funktionellen und medizinisch indizierten Verfahren, die aber immer auch eine refraktive Wirkung haben:

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Mai 2017.