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Aus der aktuellen Ausgabe

07-08/2017:

Quantitative Choriokapillaris-­Perfusionsmessungen im Vergleich

Vergleichsstudie zur Messgenauigkeit zweier OCT-Angiographie-Systeme
In histologischen Studien fanden sich Hinweise für eine altersbedingte Abnahme der Gefäßdichte und Choriokapillaris-Dicke und einen möglichen Zusammenhang der AMD-Pathogenese mit der Choriokapillaris-Perfusion. Eine aktuelle Arbeit ging der Frage nach, ob sich mittels OCT-A diese Veränderungen in vivo nachvollziehen lassen und ob die Messgenauigkeit zweier Systeme verschiedener Hersteller trotz unterschiedlicher technischer Ansätze vergleichbar ist. Dr. Jost L. Lauermann und Priv.-Doz. Dr. Florian Alten (Münster) stellen die Ergebnisse vor.

Die optische Kohärenztomographie Angiographie (OCT-A) stellt eine neue Option zur nichtinvasiven Gefäßdarstellung verschiedener Gefäßebenen der Retina und der Choroidea dar. Auch quantitative Messungen des Blutflusses scheinen hierdurch möglich zu werden. Aktuell wächst die Anzahl der kommerziell erhältlichen OCT-A-Systeme, wobei verschiedene Hersteller mit unterschiedlichen technischen Ansätzen auf den Markt kommen. Die nichtinvasive Gefäßdarstellung gelingt durch die Messung von Bewegungskontrasten, die nicht nur eine qualitative Gefäßbeurteilung wie bei der invasiven kontrastmittelgestützten Fluoreszenzangiographie ermöglicht, sondern auch eine quantitative Perfusionsanalyse. Hieraus resultiert ein neues Element der multimodalen Bildgebung (Jia et al. 2015), von der in der Zukunft auch Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) besonders profitieren könnten – sowohl hinsichtlich des Therapie­monitorings als auch bei der Frühdiagnostik und bei der Erforschung der Pathogenese der Erkrankung. So fanden sich in histologischen Studien Hinweise für eine Abnahme der Gefäßdichte und Choriokapillaris-Dicke mit zunehmendem Alter sowie für einen möglichen Zusammenhang der AMD-Pathogenese mit der Choriokapillaris-Perfusion (Biesemeier et al. 2014). In der vorliegenden Arbeit wurde der Frage nachgegangen, ob sich mittels OCT-A diese Veränderungen in vivo nachvollziehen lassen und ob zwei verschiedene Systeme trotz unterschiedlicher technischer Ansätze vergleichbare Messergebnisse produzieren.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Juli/August 2017