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Aus der aktuellen Ausgabe

10/2017:

Pupillometrie: Präzise Messung mit neuem Verfahren

Eine exakte Darstellung der Pupillenweite ist vor allem bei geringer Leuchtstärke des Umfelds schwierig, weil die zur Messung erforderliche Lichtmenge die Ergebnisse überlagert. Mittels einer hochauflösenden Spiegelreflexkamera und einer ausgeklügelten Beleuchtungseinrichtung zur Ausleuchtung der vorderen Augenabschnitte über einen dimmbaren Leuchtdiodenring lassen sich nicht nur die Pupillenweite, sondern auch das Pupillenspiel optisch erfassen und über eine entsprechende Software am Computer auswerten. Dr. Hans-Walter Roth und Dr. Shakir Al-Dulaimi (Ulm) erläutern eine Möglichkeit der präzisen Messung mittels einer einfachen und praxistauglichen Technik.

Die Pupille des menschlichen Auges regelt den Lichteinfall in das Augeninnere, je nach Lichteinfall öffnet oder schließt sie sich, unwillkürlich gesteuert vom Muskelspiel der Regenbogenhaut. Sie beeinflusst wie die fotografische Blende einer Kamera die Lichtmenge, die auf die Netzhaut fällt. Nur so wird die hohe optische Auflösung und Abbildungsqualität des menschlichen Auges erreicht. Der Parameter ist die Größe der Pupille. In der Regel genügt dabei die Messung der Pupillenweite in der horizontalen Achse. Ihre Messung ist in vivo allerdings schwierig, da der zur Messung erforderliche Lichteinfall sie in ihrer Ausgangsweite wesentlich beeinflusst. Auch gilt die Frage, ob dabei der Wert über die gesamte Pupillenweite oder nur der sichtbare Pupillendurchmesser messtechnisch zu erfassen ist. Letzteres ist heute die gängigere Methode.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Oktober 2017.