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Aus der aktuellen Ausgabe

04/2016:

Innovationen in der Amblyopie-Therapie

Der frühzeitige Beginn einer Therapie der Amblyopie ist eine wesentliche Voraussetzung, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Aber ebenso erforderlich für einen erfolgreichen Verlauf ist eine gute Mitarbeit von Eltern und Kind. Die aktuelle Standardtherapie der Amblyopie besteht in der Okklusion des besseren Auges durch ein Pflaster, um das schlechtere Auge zu fördern und eine kortikale Suppression des schwächeren Auges zu verhindern. Neuere Ansätze beschäftigen sich mit der Nutzung aktueller Technologien. Dr. Annekatrin Rickmann1, Dr. Charlotte Schramm2, Priv.-Doz. Dr. Gesine Szurman1,2 und Dr. Kai Januschowski1,2 zeigen die Ansätze auf.

1 Augenklinik am Knappschaftsklinikum Sulzbach
2 Universitäts-Augenklinik Tübingen


Amblyopie stellt eine der häufigsten kindlichen Sehstörungen dar. Sie kann mit einseitigem oder beidseitigem Brechungsfehler, Schielen oder mit selteneren Ursachen (zum Beispiel frühkindliche Linsentrübung) assoziiert sein. Die Amblyopie betrifft vor allem die zentrale Sehschärfe und ist in der sensitiven Phase der Entwicklung des Sehens vollständig oder teilweise reversibel. Da­raus ergibt sich, dass die Therapie frühzeitig begonnen werden muss, um erfolgreich zu sein. Die aktuelle Standardtherapie der Amblyopie besteht in der Abdeckung (Okklusion) des besseren Auges durch ein Pflaster, um das schlechtere Auge zu fördern und eine kortikale Suppression des schwächeren Auges zu verhindern. Diese Therapie hängt entscheidend von der Mitarbeit der Eltern und Kindern ab, die stets optimal aufgeklärt werden müssen (Dean 2015).

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL April 2016.