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Aus der aktuellen Ausgabe

06/2021:

Hydrogelbasierter Glaskörperersatz

In den letzten Jahren fand angesichts der bestehenden Limitierungen klinisch eingesetzter Tamponaden ein Paradigmenwechsel statt. Es wurden Glaskörperersatzstoffe auf Hydrogelbasis entwickelt, die die natürlichen Eigenschaften eines gesunden, menschlichen Glaskörpers nachahmen. Eine Vielzahl hydrogelbasierter Glaskörperersatzstoffe wurde bereits in präklinischen Tests positiv bewertet und besitzt das Potential, in naher Zukunft in die klinische Phase einzutreten und dort die Ablatiochirurgie grundlegend zu revolutionieren. Dr. André Schulz¹,² und Prof. Peter Szurman¹,² (Sulzbach) fassen den Forschungsstand zusammen und berichten über einen individuellen Heilversuch bei Patienten mit fortgeschrittener Phthisis bulbi an der Augenklinik Sulzbach mit einem verträglichen Hydrogel-Glaskörperersatz, für den eine Multizenterstudie geplant ist.

¹Augenklinik Sulzbach, Knappschaftsklinikum Saar, Sulzbach/Saar; ²Klaus Heimann Eye Research Institute (KHERI), Knappschaftsklinikum Saar


Die Therapie vitreoretinaler Pathologien, wie die Behandlung von Netzhautablösungen, umfasst die Entfernung des humanen Glaskörpers. Seit Jahrzehnten werden Silikonöle, Gase und semifluorierte Alkane als hydrophobe Füllstoffe klinisch eingesetzt, um die Netzhaut nach Vitrektomie zu stabilisieren und den entfernten Glaskörper zu ersetzen.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Juni 2021.