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Aus der aktuellen Ausgabe

12/2016:

Erkrankungen der ableitenden Tränenwege

Wege zu einer individualisierten und patientenzentrierten Therapie

Angeborene und erworbene Tränenabflussstörungen stellen ein häufiges Krankheitsbild in der ophthalmologischen Praxis dar. In Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Erkrankung ermöglicht die Kombination der verfügbaren diagnostischen und therapeutischen Optionen eine zunehmend minimalinvasive, vor allem aber individualisierte und patientenzentrierte Therapie. Voraussetzungen hierfür sind die Kenntnis und der gezielte Einsatz dieser Techniken sowie eine interdisziplinäre Institution für eine fächerübergreifende medizinische Versorgung der Patienten, wie sie beispielsweise seit 2013 in einer interdisziplinären TNW-Konferenz von Ophthalmo- und Rhinochirurgen am Universitätsklinikum Halle/Saale durchgeführt wird. Dr. Jens Heichel und Prof. Hans-Gert Struck (Halle/Saale) beschreiben neue Wege in der Therapie.

Die Epiphora gilt als das Leitsymptom der Tränenwegsabflussstörung. Ist die Stenose intra- oder postsakkal lokalisiert, kommt es außerdem zu mukopurulenten Sekretionen. Der Sekretverhalt im Tränensack birgt ferner die Gefahr der akuten Exazerbation. Als zugrunde liegende Pathologien im Bereich der ableitenden Tränenwege (TNW) für die Entstehung einer Tränenabflussstörung kommen in Betracht: angeborene TNW-Stenosen (konnatale Dakryostenose), primär erworbene TNW-Stenosen und sekundär erworbene TNW-Stenosen im Rahmen von stattgehabten Operationen, Traumata oder Tumoren.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Dezember 2016.