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Aus der aktuellen Ausgabe

06/2017:

Diagnostik und Management von Irisläsionen

In der augenärztlichen Praxis ist die Differentialdiagnostik von Irisläsionen ein häufiges klinisches Problem. Vor allem zwischen einem Nävus und einem malignen Melanom der Regenbogenhaut sicher zu unterscheiden, kann eine Herausforderung darstellen. Trotz dieser durchaus häufigen Problematik zählt das maligne Melanom der Iris zu den seltenen Tumoren, aber aufgrund seiner potentiellen Lebensbedrohlichkeit ist die Frühdiagnostik wie auch die Präzisionstherapie entscheidend. Prof. Ludwig M. Heindl (Köln) stellt die Diagnostik und das Management von Irisläsionen dar.

Das Irismelanom gehört zu den uvealen Melanomen, deren Inzidenz sich in Mitteleuropa auf fünf bis sechs Neuerkrankungen pro eine Million Einwohner und Jahr beläuft (Heindl et al. 2007; Kivelä et al. 2009; Naumann 2008; Rummelt und Naumann 1997). Allerdings sind 90 Prozent der Uveamelanome vorwiegend in der Aderhaut lokalisiert, sechs Prozent im Ziliarkörper und nur vier Prozent primär in der Regenbogenhaut (Shields et al. 2009). Da Irismelanome in der Regel leichter und früher als Aderhautmelanome entdeckt werden, wird das Erkrankungsalter mit der fünften Lebensdekade als signifikant niedriger angegeben im Vergleich zum Aderhaut- oder Ziliarkörpermelanom, dessen Häufigkeitsgipfel in der sechsten Lebensdekade liegt (Shields et al. 2009).

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Juni 2017.