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Aus der aktuellen Ausgabe

10/2018:

Der Ohrenbügel

Serie zur Sammlung Roth (Folge 88)
Die ersten optisch geschliffenen Gläser, die zum Ausgleich der altersbedingten Weitsichtigkeit dienten, hielt man sich entweder dicht vor das Auge oder wie beim heutigen Vergrößerungsglas nahe vor das zu betrachtende Objekt. Beim Lesestein beziehungsweise späteren Einglas geschah dies noch ohne Halterung, später wurde die Vergrößerungshilfe wie bei der Lupe mit einer Fassung versehen, an der sich ein kleiner Holzgriff befand. Aus zwei solchen Gläsern, an ihrem Ende miteinander beweglich fixiert, entstand die Nietbrille, die man sich über zwei Jahrhunderte lang mehr oder weniger fest auf die Nase klemmte. Das galt auch für die späteren, in biegsamen Draht- oder Ledergestellen gefassten Brillengläser. Diese und auch ihre Folgemodelle mit festem Nasensteg – wie der Zwicker oder 
Kneifer – kennzeichnete ein instabiles Sitzverhalten.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Oktober 2018.