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Aus der aktuellen Ausgabe

07-08/2019:

Der Hohlspiegel

Serie zur Sammlung Roth (Folge 97)
Die optischen Gesetze des Hohlspiegels waren bereits in der Antike bekannt, die Strahlen der Sonne oder einer anderen Lichtquelle werden in einem nahe gelegenen Brennpunkt des Spiegels gebündelt, dort entwickelt sich durch die Konzentration der infraroten Licht- beziehungsweise Wärmestrahlen eine hohe Temperatur, mit der sich brennbare Materialien wie trockenes Holz oder Papier entzünden lassen. Heute ist die Methode mit einem Hohlspiegel ein Feuer zu entfachen obsolet. Diese Methode nutzen allenfalls noch Pfadfinder und Trekking-Freaks. Sie gelingt auch nur, wenn die Sonne scheint. Bei niedrigem Sonnenstand sowie bei Nacht und Nebel müssen Streichhölzer oder Feuerzeug zur Hand sein. Auch bei einer Sonnenfinsternis versagt das ansonsten bis heute bewährte System des Hohlspiegels von Natur aus kläglich.

Wer den Hohlspiegel erfunden hat ist unbekannt. Sein Prinzip ist einfach, es entspricht einem nach innen, also konkav gewölbtem Spiegel. Sein optischer Effekt gleicht dem einer Konvexlinse, also dem eines Brennglases beziehungsweise einer Lupe. Die von einer Lichtquelle ausgehenden parallelen Strahlen werden im Brennpunkt des Spiegels gebündelt und entwickeln hier die höchste Lichtstärke beziehungsweise Temperatur. Der Spiegel selbst war dabei ursprünglich halbkugelförmig gekrümmt, weitaus bessere Effekte werden, wie man inzwischen weiß, mit einem parabolaren Krümmungsverlauf erzielt. Wichtig ist es dabei, dass die Innenfläche möglichst hochverspiegelt ist, um einen optimalen Wirkungsgrad zu erreichen.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Juli/August 2019.