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Aus der aktuellen Ausgabe

02/2019:

Der Arbeitsplatz des Brillenmachers

Serie zur Sammlung Roth (Folge 92)­­
Die Entdeckung, dass sphärisch geschliffene Gläser vergrößernde Eigenschaften haben und als Sehhilfe dienen konnten, sorgte zugleich für die Entstehung eines neuen ­Tätigkeitsfeldes, in dem Glasbläser, Holzschnitzer und Ledermacher, Feinmechaniker und Juwelier gleichermaßen benötigt wurden. Das Berufsbild des Augenoptikers entstand. Noch nannte man ihn den Brillenmacher: schon 1535 wurde die erste Brillenmacherzunft in Nürnberg gegründet, weitere Städte folgten. Die Werkstatt des Opticus, wie man den Augenoptiker damals bezeichnete, musste bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Gesetzes wegen zertifiziert sein. Bald gab es die ersten Reglements, die Qualitäts­sicherung erforderte eigene Gesetze. Diese Vorschriften sind uns zwar überliefert, ­genauere Beschreibungen der Werkstatt und ihrer Einrichtung fehlen uns aber aus den Anfangsjahren. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts tauchen dann Holzschnitte auf, 
die uns den Arbeitsplatz des „Brillemachers“ zeigen.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Februar 2019.