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Aus der aktuellen Ausgabe

05/2017:

Das Trockene Auge aus Sicht des refraktiven Chirurgen

Wenn ein Trockenes Auge vorliegt, kann die Präzision der präoperativen Diagnostik kompromittiert sein, was sich möglicherweise auf die Planung der Operation auswirkt. Dies gilt insbesondere auch für die vor refraktiven Lasereingriffen so entscheidende subjektive Refraktionsbestimmung. Dr. Suphi Taneri (Münster) beleuchtet Diagnostik, Pathogenese und Therapie des Trockenen Auges vor und nach refraktiven Eingriffen und gibt einen Überblick über die aktuelle Literatur unter besonderer Berücksichtigung von Empfehlungen verschiedener Fachgesellschaften und eigenen Erfahrungen.

Das Trockene Auge ist eine in der Regel chronische, entzündliche Erkrankung, bei der unterschiedliche Strukturen der Tränenfunktionseinheit betroffen sein können (Lemp et al. 2007). Die Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung wird in verschiedenen Studien mit zwei bis 16 Prozent angegeben (Subcommittee 2007). Häufig führt ein trockenes Auge zu einer zunehmenden Kontaktlinsenintoleranz, die dann erst die Entscheidung, sich refraktiv behandeln zu lassen, auslöst. Daher ist der Anteil refraktiver Patienten mit Trockenem Auge erheblich über dem der Allgemeinbevölkerung. Selbst morphologisch unscheinbare Veränderungen können mit einer erheblichen Reduktion der Seh- und damit auch Lebensqualität einhergehen. Nicht selten ist nach einer refraktiven Operation die Lidschlussfrequenz reduziert mit der Folge, dass der Tränenfilm aufreißt und die Patienten über ein schlechtes Sehen klagen, ohne dass objektive Zeichen an der Augenoberfläche zu erkennen wären.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Mai 2017.