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Aus der aktuellen Ausgabe

12/2021:

Das Auge der Yombe

Serie zur Sammlung Roth (Folge 122)
Den Entwicklungsstand einer Kultur kann man an Hand seiner Kunst bewerten, allein an der Darstellung des Auges in Malerei oder Plastik lässt sich das Wissen und Können seiner Zeit ablesen. Waren es in den steinzeitlichen Höhlenmalereien nur dunkle Klekse, die das Auge charakterisierten, dienten allein runde Bohrungen zur Markierung der Augenhöhlen, so näherten sich die Abbildungen über Jahrtausende an das von der Natur vorgegebene Bild, um schließlich mit dem Beginn des Expressionismus sich wieder von der Wirklichkeit zu entfernen.

Dies gilt für die gesamte darstellende Kunst. Waren es anfangs nur wenige Punkte oder Striche, welche die Lider und Augäpfel kennzeichneten sollten, so wurden später daraus Umrisse, die Lider, Hornhaut, Regenbogenhaut und zuletzt die Pupille kamen ins Bild. Interessant ist es, diese Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent, lange vom europäischen Einfluss isoliert, zu beobachten.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Dezember 2021.