HOME | Der Augenspiegel | Zeitschrift für Klinik und Praxis

Home
 

Aus der aktuellen Ausgabe

12/2016:

Balancierte Dekompression der Orbita zur EO-Therapie

Die Endokrine Orbitopathie (EO) ist die häufigste extrathyreoidale Manifestation der autoimmunen Hyperthyreose vom Typ Basedow. Nicht alle Patienten bedürfen einer chirurgischen Intervention. Das Hervorstehen der Augen stellt jedoch sowohl in funktioneller als auch in psychosozialer Hinsicht eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität dar, so dass der chirurgischen Dekompression der Orbita eine besondere Bedeutung zukommt. Durch die „balancierte Orbitadekompression“ kann unter weitgehender Vermeidung von Bulbusfehlstellungen eine erhebliche Exophthalmusreduktion erreicht werden. Dr. Annett Sandner (1), Dr. Antja Spens (2) und Dr. Jens Heichel (3) stellen die Daten einer retrospektiven Analyse von Patienten aus einer interdisziplinären Orbitasprechstunde vor.

(1) Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie; (2) Klinik für Innere Medizin II (Endokrinologie/Diabetologie); (3) Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg.

Die Endokrine Orbitopathie (EO) ist die häufigste extrathyreoidale Manifestation der autoimmunen Hyperthyreose vom Typ Basedow. Die Häufigkeit dieser Erkrankung wird in Deutschland auf zirka ein bis zwei Prozent der Bevölkerung geschätzt. Nahezu alle dieser Patienten entwickeln subklinische Symptome im Sinne einer EO. Behandlungsbedürftige Symptome bestehen allerdings nur bei etwa 30 bis 50 Prozent der Patienten. Die absolute Zahl der Patienten mit Endokriner Orbitopathie in Deutschland, die einer intensiven Behandlung bedürfen, wird derzeit auf etwa 160.000 bis 280.000 geschätzt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen, das Verhältnis Frauen zu Männer ist 8:1. Der Krankheitsgipfel liegt zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Nicht alle Patienten bedürfen einer chirurgischen Intervention. Das Hervorstehen der Augen stellt jedoch sowohl in funktioneller als auch in psychosozialer Hinsicht eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität dar, so dass der chirurgischen Dekompression der Orbita eine besondere Bedeutung zukommt.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Dezember 2016.