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Aus der aktuellen Ausgabe

01/2019:

Auge und Brille in der Religion

Serie zur Sammlung Roth (Folge 91)
In nahezu allen Religionen und Geheimgesellschaften – etwa den Freimaurern – kommt dem Auge eine eigene Bedeutung zu. Die christliche Religion kennt das allsehende Auge Gottes, das alles erblickt und wertet, das Auge, das Güte ausstrahlt oder das Auge, das den Zorn des Herrn erkennen lässt. Der göttliche Blick ist also zum einen aktiv, als ein sehender, zu verstehen, zum anderen als ein vermittelndes Objekt, also passiv. Man denke nur an den bösen Blick. Das Gebot, du sollst Dir kein Bildnis von Gott machen, untersagte lange Zeit auch das göttliche Auge in seiner Ausstrahlung auf den ­Menschen zu zeigen. Später war das Auge oft stellvertretend für Gott selbst zu ­verstehen. Es findet sich so auf dem Geldschein, der Ikone oder im ­Tympanon des Kirchenfensters.

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Januar 2019.