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Aus der aktuellen Ausgabe

01/2024:

Anwendung der automatisierten Montage-OCTA bei diabetischer Retinopathie

Die bereits bestehenden technischen Möglichkeiten der optischen Kohärenztomographie-Angiographie (OCTA) zur Visualisierung und Charakterisierung mikrovaskulärer Strukturen sind heute insbesondere bei der diabetischen Retinopathie von großer Bedeutung. An der Universitäts-Augenklinik Ulm wurde im Rahmen einer Studie die klinische Anwendung der OCTA bei Patienten mit diabetischer Retinopathie untersucht, indem die Auswertbarkeit von fovealer avaskulärer Zone sowie Neovaskularisationen anhand der Bilder der automatisierten Montage-OCTA mit den Ergebnissen der Weitfeld-Fluoreszeinangiographie verglichen wurden. Priv.-Doz. Dr. Christian Enders, Prof. Gabriele E. Lang und Priv.-Doz. Dr. Jens U. Werner stellen die Ergebnisse vor.

Die optische Kohärenztomographie-Angiographie (OCTA) ist als medizinisches Bildgebungs- und Diagnoseinstrument besonders attraktiv, da sie nicht-invasiv, tiefenselektiv und schnell durchführbar ist (Spaide et al. 2018; Lang et al. 2016). Mit mehr als 1.000 begutachteten Publikationen in den Jahren 2017 bis 2021 wurden Erkenntnisse über OCTA intensiv gesammelt und ausgetauscht (Sampson et al. 2022). Auch für 2022 wurden bei der Suche nach „optical coherence tomography angiography“ in pubmed mehr als 1.000 Ergebnisse gefunden. Obwohl die OCTA noch ein relativ neues Verfahren ist, sind viele Anwendungen im Spektrum der retino-choroidalen Erkrankungen inzwischen gut erforscht und in der klinischen Praxis von Nutzen (Enders et al. 2020; Loidl et al. 2017; Werner et al. 2019). Die Beurteilung von retinalen Gefäßerkrankungen kann trotz des Auftretens von Bildartefakten in vielen Fällen ausreichend durchgeführt werden (Enders et al. 2019).

Mehr dazu im AUGENSPIEGEL Januar 2024.