DER AUGENSPIEGEL
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Der offizielle Referentenentwurf zur Gesundheitsreform ruft allerorten scharfe Kritik hervor. Eine neue Qualität gewinnt der Protest der Ärzte gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Bei weitem nicht nur der Berufsverband der Augenärzte spricht vom Systemausstieg.
Die Augenkliniken in Deutschland stehen vor neuen finanziellen Herausforderungen. Bereits die Tarifabschlüsse mit dem Marburger Bund und verdi bedeuten einen Kostenschub. Nun sollen die Kliniken noch einen „Sparbeitrag“ zur Gesundheitsreform leisten. Klinik-Ophthalmologen fürchten um die Qualität.
BVA, BDOC und DOG einig in Kritik
„Verworren, mutlos, unausgegoren“ – seit die Bundesregierung ihre Eckpunkte zur Gesundheitsreform vorgelegt hat, hagelt es Kritik von allen Seiten. Auch Ophthalmologen beäugen die aktuellen Reformbemühungen mit Skepsis.
Das Reformrad im Gesundheitswesen dreht sich weiter. Wie angekündigt hat das Bundeskabinett vor der Sommerpause Eckpunkte zur Gesundheitsreform beschlossen. Sie sollen wesentliche Neuerungen im Honorarsystem der niedergelassenen Ärzte bringen. Zeitgleich hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein Honorarkonzept vorgelegt.
Mit abgestimmten Eckpunkten zu einer großen Gesundheitsreform lässt die Bundesregierung auf sich warten. Doch für Änderungen im Vertragsarztrecht hat das Gesundheitsministerium schon mal einen Referentenentwurf vorgelegt. Der sieht unter anderem vor, dass die Vergütung der niedergelassenen Ärzte erst ab 2009 geändert wird.