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Kurznachrichten

Projektförderung für anwendungsnahe Forschung in der Augenheilkunde

(18. Dezember 2017)  

Grundlagenforscher und Mediziner sind heutzutage so stark auf ihre Forschungsvorhaben beziehungsweise die klinische Arbeit fokussiert, dass sie nicht ausreichend übersehen können, welche Schritte notwendig sind, um neue Ergebnisse aus dem Labor heraus in die klinische Anwendung zu überführen. Mit dem neuen multinationalen Ausbildungsprojekt „transMed“ unterstützt die Europäische Union (EU) mit mehr als 3,3 Millionen Euro über die nächsten vier Jahre ein Projekt des Forschungsinstituts für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen, dessen Ziel es ist, translationale Forschung zu fördern.

Vielversprechende Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in praxisnahe klinische Anwendungen zu überführen, ist gerade in der modernen Medizin nicht einfach. Trotz oftmals guter präklinischer Daten ist diese Schwäche in der so genannten „translationalen Forschung“ auch im Bereich von Erkrankungen der Netzhaut eine Herausforderung.

Das jetzt gestartete Ausbildungsprojekt „transMed“ hat zum Ziel, eine neue Generation von Wissenschaftlern auszubilden. Sie sollen Einblick in sämtliche Phasen der Forschungstranslation bekommen: von den biomedizinischen Grundlagen, über die pharmazeutische Entwicklung, den klinischen Versuchen, bis hin zur erfolgreichen Kommerzialisierung eines neuen Medikamentes. Dazu bringt „transMed“ vier Universitäten mit insgesamt zehn beteiligten Unternehmen zusammen, um bei der Ausbildung von Wissenschaftlern auch die notwendige intersektorale Zusammenarbeit von Beginn an voranzutreiben. Koordiniert wird das Projekt von Prof. François Paquet-Durand vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen.

Am Ende der vierjährigen Projektlaufzeit werden die ausgebildeten Wissenschaftler an einer kritischen Schnittstelle der biomedizinischen Forschung weiterarbeiten können und damit sowohl im akademischen Bereich als auch in der Industrie die medizinische Translation beschleunigen.

Quelle:
Universität Tübingen