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Aus der aktuellen Ausgabe

» XXXI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Linz

Ophthalmohistorie und „Linzer Augen“ (Teil 1)
Die XXXI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft (JHG) hatte in diesem Jahr nach Linz, in die Hauptstadt Oberösterreichs eingeladen. Die von Frank Krogmann (Thüngersheim) als Geschäftsführer der Gesellschaft und Tagungsorganisator vorbereitete Zusammenkunft bot den ophthalmohistorisch interessierten Teilnehmern erneut ein breites Spektrum an vielfältigen Themen und Einblicken in vergangene Pionierleistungen und Lebenswege herausragender Persönlichkeiten der Augenheilkunde. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) fasst die Vortragsthemen zusammen.


» LASIK und (k)ein Ende?

BGH setzt Schlusspunkt in der Rechtsprechung zur PKV-Übernahme der Behandlungskosten
Die vom Bundesgerichtshof (BGH) in diesem Jahr gefällte und mit Gründen versehene Entscheidung zur Übernahme von Behandlungskosten der LASIK durch die PKV enthält grundsätzliche Klärungen, die weit über den Bereich der LASIK-Behandlung hinaus auch in anderen Bereichen der augenchirurgischen Therapie zukünftig von Bedeutung sein werden. RA Michael Zach (Mönchengladbach) erläutert die Tragweite der gerichtlichen Entscheidung und deren Relevanz beispielsweise zur Frage der Kostenübernahme bei Presbyopietherapie.


» Langzeitaufnahme von VEGF-Antagonisten in das retinale Pigmentepithel

VEGF-Antagonisten zur Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) müssen wiederholt und meist über einen langen Zeitraum verabreicht werden. Über die Wirkung von VEGF-Antagonisten bei wiederholter Langzeitbehandlung auf zellulärer Ebene ist kaum etwas bekannt; die meisten In-vitro-Studien untersuchen eine einmalige Applikation über kurze Zeiträume. In einem In-vitro-Modell einer Langzeitbehandlung von Zellen des retinalen Pigmentepithels (RPE) über zwölf Wochen zeigt sich, dass sich die intrazelluläre Aufnahme und Lokalisation im RPE über die Zeit verändern kann und es deuten sich auch Unterschiede zwischen verschiedenen VEGF-Inhibitoren an. Laura Borchers und Prof. Dr. rer. nat. Alexa Klettner (Kiel) erörtern die Daten.


» Retinales Struktur-Funktions-Modell bei AMD, DMÖ und RVV

Einfluss der Morphologie auf den Visus
Das letzte Jahrzehnt ist geprägt von den Weiterentwicklungen im Bereich der Netzhauttherapie und -diagnostik. Insbesondere die Technologie der optischen Kohärenztomographie (OCT) erlebt exponentiell einen Anstieg in Auflösung und Anwendungshäufigkeit. Dr. Bianca S. Gerendas und Prof. Ursula Schmidt-Erfurth (Wien) stellen die Korrelation struktureller Parameter im OCT mit funktionellen Parametern (Visus) bei verschiedenen Erkrankungen dar und erörtern, welche strukturellen Parameter den größten Stellenwert für den praktischen Augenarzt einnehmen müssen, um für seinen Patienten die Therapie zu planen und eine Verlaufsprognose zu stellen.


» Glaukomdiagnostik und Trendanalyse mit OCT

Fallbeispiel: Patientenindividuelle Verlaufsbeobachtung (Teil 4)
Mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie (OCT) lässt sich der progrediente Nervenfaserverlust bei Glaukom zu einem frühen Zeitpunkt nachweisen. In den ersten Teilen des Beitrages wurden die für die Glaukomdiagnostik entscheidenden Parameter im OCT erläutert, die Möglichkeiten der Trendanalyse im Rahmen der Diagnostik anhand von Fallbeispielen mit verschiedenen OCT-Systemen dargestellt sowie Differentialdiagnosen anhand von Beispielen aus der Praxis erörtert. Im vierten Teil seines Beitrages beschreibt Dr. Georg Niepel (Stolberg) beispielhaft eine patientenindividuelle Verlaufsbeobachtung des Glaukoms unter Therapie aus der Praxis.


» Antibiotikafreies Therapiekonzept bei mikrobieller Keratitis

Entwicklung einer neuartigen Methode mittels Plasma-aktivierten Kontaktlinsen
Die Behandlung akuter mikrobieller Keratitis, einschließlich Akanthamöben, stellt aufgrund der Variabilität ihres klinischen Erscheinungsbilds, des teilweise fehlenden Ansprechens auf gegenwärtig verfügbare Medikamente und des klinischen Verlaufs eine Herausforderung für den Augenarzt dar. Dr. Joachim Storsberg, Stefanie Klöpzig, Dr. Christian Schmidt, Christopher Plog, Sophia Rehfeldt, Patrick Höfer und Prof. Saadettin Sel erläutern einen neuartigen Ansatz, der wegweisend für die Entwicklung einer therapeutischen Option zur Behandlung von mikrobiellen Keratitiden mittels Plasma-aktivierten Kontaktlinsen sein könnte.


» Fallbericht: Granulomatöse Polyangiitis

Die granulomatöse Polyangiitis, früher auch Wegener Granulomatose genannt, ist eine systemische Autoimmunerkrankung der kleinen und mittleren Gefäße. Die Pathogenese ist noch nicht vollständig geklärt, als gesichert gilt, dass es zu Interaktionen im Bereich der humoralen und zellulären Abwehr kommt. Volker Besgen (Marburg) berichtet über den Fall eines elfjährigen Mädchens, das sich notfallmäßig in der kinderophthalmologischen Sprechstunde mit einer rechtsseitigen Lidschwellung und Ptosis vorstellte.


» Die Kamera

Serie zur Sammlung Roth (Folge 80)
Die Malereien der Steinzeit berichten uns in ihrer Abstraktheit vom Leben, von der Jagd oder vom Umgang mit der Natur. Originalgetreue Abbildungen gelangen nicht. Das änderte sich mit der Erfindung von Kamera und Film. Erst das Schreiben mit Licht, wie die Fotografie genannt wird, ermöglichte es, die Welt wirklichkeitsgetreu abzubilden. Zu Beginn gelang das nur in Schwarz-Weiß, später in Farbe. Die Holografie erschloss die dreidimensionale Darstellung des Raums, aus der Aufnahme und raschen Wiedergabe von Bildfolgen entstand der Kinofilm, der die Welt auch in ihrer Bewegung nahezu originalgetreu wiedergab. Das Vorbild für den Bau der fotografischen Kamera aber war das Auge.


» 115. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Internationalität stärken – Wettbewerbsfähigkeit sichern
Mehr als 4.900 Kongressteilnehmer aus 63 Ländern verzeichnete die DOG 2017, die in diesem Jahr unter dem Motto „Deutsche Augenheilkunde international“ zur Fortbildung und Diskussion über Fortschritte in Forschung, Diagnostik und Therapie eingeladen hatte. Die Höhepunkte des wissenschaftlichen Programms bildeten neben den Festvorträgen auch die Symposien, die gemeinsam mit internationalen Gesellschaften wie der ESCRS, EURETINA und IIIC veranstaltet wurden. Von Ulrike Lüdtke M.A.


» Biomechanik nach SMILE: In-vivo- und Ex-vivo-Untersuchungen

Die refraktive Laserchirurgie ist bestrebt, die Biomechanik der Hornhaut möglichst wenig zu beeinträchtigen. Um die verschiedenen, verfügbaren Verfahren der Laserchirurgie untereinander in Bezug auf die mechanische Stabilität der Hornhaut zu vergleichen, können theoretische Überlegungen, In-vivo-Untersuchungen sowie auch Ex-vivo-Untersuchungen herangezogen werden. Dr. Sabine Kling (Zürich) stellt die Aspekte und Techniken dar.


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Ausgabe Januar 2018

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Neuer Pressesprecher für die DOG

(16. Januar 2018) 

Professor Dr. med. Christian Ohrloff beendet seine Tätigkeit als Mediensprecher der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Zum Jahreswechsel übergibt er das Amt, das er 17 Jahre lang innehatte, an seinen Nachfolger Professor Dr. med. Horst Helbig, Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Regensburg.

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» Farbwahrnehmung im peripheren Sehsystem der Fruchtfliege

(12. Januar 2018) 

Der Arbeitsgruppe um den Freiburger Biologieprofessor Dierk Reiff und seinem Mitarbeiter Dr. Christopher Schnaitmann ist es gelungen, die frühen Schritte der Farbverarbeitung im Gehirn von Drosophila melanogaster zu untersuchen. Die Wissenschaftler beschreiben einen bei Insekten bisher unbekannten Mechanismus und kommen darüber hinaus zu einer überraschenden Erkenntnis: Obwohl sich das Sehsystem der Insekten und das der Wirbeltiere – einschließlich des Menschen – in Aufbau und Beschaffenheit stark unterscheidet, greifen an der exakt gleichen Stelle im neuronalen Schaltkreis qualitativ gleiche Prinzipien der Informationsverarbeitung. Die Wissenschaftler haben die Studie in der Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht.

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» DGFG verzeichnet Zunahme an Gewebespendern

(10. Januar 2018) 

Die Anzahl der eingegangenen Verstorbenenmeldungen bei der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) ist in den vergangenen drei Jahren um mehr als 20 Prozent auf über 32.000 Meldungen in 2017 gestiegen. 2.322 Menschen haben im vergangenen Jahr Gewebe gespendet. Zum ersten Mal konnten 4.726 Menschen mit einem Gewebetransplantat zeitnah und sicher versorgt werden. 3.135 Patienten erhielten im letzten Jahr ein Hornhauttransplantat von der DGFG.

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» Hirnaktivitäten bei durch Migräne ausgelösten Sehstörungen

(8. Januar 2018) 

Migräne ist eine häufige an den Kräften zehrende Erkrankung, die von wiederkehrenden heftigen Kopfschmerzepisoden geprägt ist. Etwa 10 Prozent der Gesamtbevölkerung leidet an Migräneattacken und ein Drittel davon erlebt dabei die sogenannte Migräne-Aura. Diese äußert sich beispielsweise durch Sehstörungen, die unterschiedlicher Natur sein können – von der Wahrnehmung von flimmernden Blitzen bis hin zu Gesichtsfeldausfällen.

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» Augenärzte warnen vor Silvesterraketen und Böllern

(29. Dezember 2017) 

Verletzungen durch Silvesterraketen und Böller betreffen vor allem Kinder und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Das ergab eine Erhebung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) an deutschen Augenkliniken. Oftmals hatten die Betroffenen den Knallkörper nicht einmal selbst gezündet. Die Fachgesellschaft für Augenheilkunde fordert mehr Aufklärung und bessere Schutzmaßnahmen, um Augenschäden durch Feuerwerkskörper zu verhindern.

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