DER AUGENSPIEGEL
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Sehbehinderung: Tipps
zur Antragstellung (PDF)
„Augenheilkunde interdisziplinär“
Der Berufsverband der Augenärzte (BVA), der gemeinsam mit der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) den bundesweit größten ophthalmologischen Fortbildungskongress veranstaltet, nutzt anlässlich der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) traditionell die Auftaktpressekonferenz, um die Öffentlichkeit auf ausgewählte Themen aufmerksam zu machen. Ein wesentliches Anliegen auch des berufspolitischen Symposiums galt in diesem Jahr naheliegenderweise dem zu Jahresbeginn eingeführten neuen GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) beziehungsweise der Frage, wie unter den aktuellen Rahmenbedingungen die fachärztliche Versorgung in der Augenheilkunde aussehen wird. Von Ulrike Lüdtke.
Auswahl und Förderung von Mitarbeitern
Personalauswahl und Personalentwicklung zählen immer noch zu den Bereichen der Unternehmensführung, die in vielen Praxen geradezu stiefmütterlich behandelt werden. Häufig erfolgt die Einstellung unter Zeitdruck und somit quasi nach dem Zufallsprinzip. Dabei ist der „Kostenfaktor Personal“ einer der wesentlichen, nicht nur betriebswirtschaftlichen Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg einer Praxis. Annette Kruse-Keirath, Unternehmensberaterin für Heilberufe (Rheine), erläutert praxistaugliche Methoden für eine erfolgreiche Personalauswahl und Mitarbeiterführung.
Zu einer zweiteiligen Veranstaltung unter dem Titel „Augenheilkunde im Wandel“ hatte das AMD-Netz NRW am 31. März in die Ärztekammer Nordrhein in Düsseldorf geladen: während die aktuelle Gesundheitspolitik und ihre Auswirkungen auf die augenärztliche Versorgung im ersten Teil im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, galt der zweite Teil den vielfältigen Aspekte der Therapie und Betreuung von AMD-Patienten. Von Dagmar Krutzki.
Bei Vorliegen einer akuten anterioren Uveitis ist die Messung des Augeninnendruckes (IOD) auch während der aktiven Entzündung wichtig, um eine eventuelle okuläre Hypertension adäquat behandeln zu können. Priv.-Doz. Dr. Carsten Heinz, FEBO, Dr. Suphi Taneri, Dr. Martin Rösel, FEBO, und Prof. Dr. Arnd Heiligenhaus, FEBO, stellen die Ergebnisse einer Studie an der Augenabteilung am St. Franziskus Hospital in Münster vor, die Veränderungen der Hornhautdicke und des Augeninnendruckes während einer aktiven Uveitis untersuchte.
Faktoren zur Grenzbestimmung
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Krankheitsbild des Primär-chronischen Offenwinkelglaukoms (POWG) im Bewusstsein der Augenärzte mehr und mehr aus dem Fokus der allein druckbedingten Erkrankungen herausgelöst. Die meisten der Glaukomerkrankungen werden sicher aber auch heute noch am erhöhten Augendruck und an den morphologisch als typisch beschriebenen Papillenveränderungen diagnostiziert. Dr. Christian Foja (Leipzig) erörtert anhand gültiger Leitlinien und Literaturergebnisse die Abgrenzung des POWG von einer okulären Hypertension (OHT).
Kurse in Tübingen und Empfehlungen für Fachpublikationen
Die Bedeutung der Neuroophthalmologie in der Praxis des niedergelassenen Augenarztes dürfte in naher Zukunft – nicht nur wegen des demografischen Wandels – weiter an Bedeutung gewinnen. Dr. Udo Hennighausen (Heide) empfiehlt nicht nur die kontinuierliche Fortbildung durch entsprechende Kurse, sondern stellt auch verschiedene Publikationen zur Weiterbildung und zum Gebrauch in der Praxis vor.
Universitäts-Augenklinik Heidelberg beteiligt sich aktiv an der Klassifikation der Judoka
Die Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaften im Judo für Sehgeschädigte, die vom 23. bis 25 März in Heidelberg ausgetragen wurden, bildeten zugleich die letzte Gelegenheit der Judoka, sich für die Paralympics 2012 zu klassifizieren. Gemeinsam mit der „International Blind Sports Federation“ (IBSA) konnten hierbei 37 Athleten aus neun Ländern am 23. und 24. März in der Universitäts-Augenklinik Heidelberg klassifiziert werden. Damit fand zum ersten Mal eine solche Klassifikation an einem deutschen Universitätsklinikum statt. Untersucht wurden die Judoka von drei internationalen Augenärzten aus Bulgarien, Griechenland und Deutschland, um die Athleten in die einzelnen Behinderungsgrade einzuteilen. Nur vier der 37 Sportler konnten jedoch nicht für die Judo-Wettkämpfe der Paralympics zugelassen werden, da ihre Sehleistung zu hoch beurteilt wurde.
Die Rolle von Clathrin in der Pathogenese der endokrinen Orbitopathie
Die endokrine Orbitopathie ist eine entzündliche fibroproliferative Erkrankung der orbitalen Bindegewebe, die meist mit dem Morbus Basedow assoziiert ist. Der klinische Phänotyp ist individuell sehr variabel und korreliert mit dem Verlauf der Schilddrüsenerkrankung. Da Orbitafibroblasten an allen pathogenetisch wichtigen Prozessen der endokrinen Orbitopathie aktiv und passiv beteiligt sind, stellen sie ein gutes Ziel für neue Therapiestrategien dar. Dr. Melissa Meyer zu Hörste, Elena Ströher, Utta Berchner-Pfannschmidt, Dr. Simone Schmitz-Spanke, Dipl.-Chem. Mario Pink, Dr. Joachim R. Göthert, Prof. Dr. Jens W. Fischer, Prof. Dr. Erich Gulbins und Prof. Dr. Anja K. Eckstein erläutern die Rolle von Clathrin, einem neu identifizierten Protein, in der Pathogenese der endokrinen Orbitopathie.
Manche Augenerkrankungen können durch eine verstärkte Reaktion des vegetativen Nervensystems, wie Stress und Anspannung, negativ in ihrem Verlauf beeinflusst werden. Dr. Gabriele Emmerich (Darmstadt), BVA-Ressortleitung für Psychosomatik in der Augenheilkunde, erörtert mögliche Zusammenhänge sowie die Frage, wie der Behandler diese Komponente erkennt und der Patient in seiner Salutogenese unterstützt werden kann.
Serie zur Sammlung Roth
Heute ist Silbernitrat in Form von Augentropfen obsolet und befindet sich daher nicht mehr im Handel. Dennoch tauchen in alten Apotheken und Praxen noch vereinzelt Fläschchen mit Augentropfen, Spüllösungen oder dem Ausgangsmaterial in Form von Stäbchen auf. Ein solcher Glasbehälter mit dem Trockenstoff ist hier abgebildet. Er stammt vermutlich aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und trägt noch das Etikett der Marienapotheke in Dresden. Er wurde über Ebay angeboten und für die Sammlung erworben.
Ausgabe 05-2012
Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse
» Gliazellen setzen wie Nervenzellen Botenstoffe frei
(15. Mai 2012)
Wissenschaftler der Universität Leipzig konnten im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts den Nachweis führen, dass Nervenzellen und Gliazellen ähnliche Wirkmechanismen haben, teilt die Universität Leipzig mit. Beide setzen zur Kommunikation Botenstoffe frei, was Gliazellen bislang abgesprochen wurde.
» Tandem-Sternfahrt für mehr Teilhabe behinderter Menschen
(10. Mai 2012)
In ganz Deutschland sowie in sechs benachbarten Ländern machen sich in den nächsten Wochen blinde und sehbehinderte Radfahrer auf den Weg nach Berlin. Gemeinsam mit ihren sehenden „Piloten“ sind sie Teilnehmer einer Tandem-Sternfahrt, die vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und dem Verein Tandem-Hilfen veranstaltet wird, teilt der DBSV mit.
» DOG: Frühgeborenen-Retinopathie bestmöglich behandeln
(3. Mai 2012)
Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) ist in Industrieländern eine der häufigsten Ursachen für Erblindung im Kindesalter. Durch die Netzhauterkrankung erleiden bundesweit jährlich rund 500 Frühchen schwere Schäden am Auge. Um deren Sehkraft zu retten, nutzen Ärzte derzeit zwei Verfahren: Entweder behandeln sie die Netzhaut mittels Laser oder sie spritzen den Wirkstoff Bevacizumab, bekannt als Avastin, direkt ins Auge des Kindes. Wann es sinnvoll ist, das zurzeit nur im Off-Label-Use verfügbare Avastin einzusetzen, beschreiben die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), die Retinologische Gesellschaft und der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) jetzt in einer Stellungnahme. Demnach hängt die Wahl der Therapie sowohl vom Stadium der Retinopathie ab als auch von der betroffenen Zone im Auge.
» BVA-Kontaktlinsenkongress am 2. und 3. Juni in Wiesbaden
(2. Mai 2012)
Zum zwölften Mal richtet der Berufsverband der Augenärzte (BVA) einen Kontaktlinsenkongress aus und lädt am 2. und 3. Juni ins Kurhaus nach Wiesbaden ein. Neben dem Thema Kontaktlinsen sind Erkrankungen der Augenoberfläche ein weiterer Schwerpunkt der Tagung. Der BVA-Kongress der Ressorts Kontaktlinsen und Trockenes Auge findet alle drei Jahre in Wiesbaden statt. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter mehr als 300 Teilnehmer. Geleitet wird der Kongress von Dr. Gerald Böhme (Backnang), BVA-Ressort Kontaktlinsen, und Prof. Dr. Gerd Geerling (Düsseldorf), BVA-Ressort Trockenes Auge.
» 10. SightCity lädt nach Frankfurt
(26. April 2012)
Vom 23. bis 25. Mai 2012 findet in Frankfurt zum zehnten Mal die Fachmesse SightCity für sehbehinderte und blinde Menschen statt. Die Messe der Hilfsmittelbranche präsentiert sich mit rund 110 Ausstellern aus Europa, den USA und Asien sowie einem umfassenden Vortragsprogramm und vielen Serviceangeboten.