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Sehbehinderung: Tipps
zur Antragstellung (PDF)
Gemeinsame Tagung von Bielschowsky-Gesellschaft und BOD
Rund 380 Besucher nahmen an der gemeinsamen Tagung der Bielschowsky-Gesellschaft für Schielforschung und Neuroophthalmologie und des Berufsverbandes der Orthoptistinnen Deutschlands (BOD) teil, zu der Dr. Christian Kandzia, Oberarzt und Leiter der Sehschule der Universitäts-Augenklinik Kiel, in die Fördestadt eingeladen hatte. Im Mittelpunkt dieser praxisorientierten Zusammenkunft standen Amblyopiebehandlung, operative Therapie und neuro-ophthalmologische Fragestellungen. Von Dr. Udo Hennighausen (Heide).
Spezifische augenärztliche Tätigkeiten zwingen Augenärzte oft zu unphysiologischen Körperhaltungen mit Überbelastungen an Gelenken und Wirbelsäule – chronische Probleme sind eine häufige Folge. Dieser Umstand, aber auch eigene Erfahrungen führten zu dem AAD-Kursangebot „Die richtige Haltung als Augenarzt – Prophylaxe von Wirbelsäulenschäden“, zu dem Prof. Dr. Hans Hoerauf, Göttingen, und Priv.-Doz. Dr. Silvia Bopp, Bremen, gemeinsam mit der Physiotherapeutin (B.Sc.) Lise-Lott Sagebiel, Lübeck, eingeladen hatten. Dr. Christiane Schumacher fasst den Kurs zusammen.
Studie zum Stellenwert von Matrix und HEP
Die Weiß-auf-Weiß-Perimetrie ist und bleibt der Goldstandard für die Diagnosestellung und Verlaufskontrolle beim manifesten Glaukom. Jedoch werden Veränderungen erst manifest, wenn mehr als 50 Prozent der Nervenfasern bereits betroffen sind. Ein neueres Testverfahren stellt die Frequency-Doubling-Technologie (FDT) dar, mit der selektiv die M-Typ-Ganglienzellen stimuliert werden, die aufgrund ihrer dickeren Axone vermutlich anfälliger für einen glaukomatösen Schaden sind. Dr. Verena Prokosch-Willing (Münster) erläutert das FDT-Verfahren und stellt Ergebnisse einer an der Universitäts-Augenklinik Münster durchgeführten Studie zum Stellenwert der HEP- und Matrix-Perimetrie in der Glaukomfrüherkennungsdiagnostik vor.
In den vergangenen 30 Jahren wurden bei der Diagnose und vor allem der Behandlung des Glaukoms erhebliche Fortschritte gemacht. Die Einführung von wirksameren und auch besser verträglichen Medikamenten bedeutet, dass Patienten mit Glaukom eine verbesserte Therapie unter Berücksichtigung von minimalen Nebenwirkungen geboten werden kann, was letztlich auch zu einer besseren Lebensqualität führt. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Glaukomverdacht oder auch die Diagnose und die damit verbundene Therapieeinleitung ein Leben lang kontrolliert werden. Prof. Dr. Markus Kohlhaas (Dortmund) gibt einen Überblick zur Diagnosestellung sowie Therapie- und Verlaufskontrolle des Glaukoms.
Komplikationsvermeidung durch intensive Nachbetreuung
Neben der präoperativen Vorbehandlung ist eine sorgfältige postoperative Betreuung für den Erfolg einer Glaukom-chirurgie ebenso entscheidend wie der Eingriff selber. Dr. Caroline Gesser-Wendt und Prof. Dr. Maren Klemm (Hamburg) stellen im Folgenden die Behandlungsstandards der Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) vor, mit denen eine erfolgreiche und dauerhafte postoperative Augeninnendrucksenkung gewährleistet werden soll.
Wie auch in den Vorjahren hatte Prof. Dr. Nikolaos E. Bechrakis, Direktor der Universitäts-Klinik für Augenheilkunde und Optometrie Innsbruck, erneut zum Innsbrucker Ophthalmologischen Wochenende (IOW) Anfang Februar nach Seefeld geladen. Zur Leitfrage „Was haben wir 2012 in der Augenheilkunde gelernt?“ wurden für die rund 140 Teilnehmer, die vor allem aus Österreich und dem gesamten Alpenraum angereist waren, die neuesten Erkenntnisse und Therapieempfehlungen zusammengefasst. Dr. Sibylle Scholtz (Ettlingen) berichtet über die Fortbildung.
Kombinationsverfahren bei Endotheldystrophie und Katarakt
Sowohl die klassische perforierende Keratoplastik (pKPL) als auch die moderne posteriore lamelläre Keratoplastik (DMEK) bieten die Möglichkeit, eine bestehende Visusbeeinträchtigung aus Hornhaut- und Linsentrübung in einem Eingriff zu beseitigen. Priv.-Doz. Dr. Sigrid Roters (Universitäts-Augenklinik Köln) erläutert Vor- und Nachteile der beiden kombinierten hornhaut- und linsenchirurgischen Verfahren und stellt die Ergebnisse einer Untersuchung an der Uni-versitäts-Augenklinik Köln nach Triple-DMEK vor.
Im Zusammenhang mit Keratokonjunktivitis epidemica (KCE) kommt es in etwa 60 Prozent zum Auftreten von Pseudomembranen oder echten Membranen. Dr. Eva Schmitt, Dr. Michael Müller und Prof. Dr. Thomas Kohnen stellen den Fall eines 63-jährigen Patienten vor, der in der Ambulanz der Augenklinik der Goethe-Universität Frankfurt mit einer seit Tagen bestehenden Augenrötung beidseits vorstellig wurde.
Serie zur Sammlung Roth
Nachdem die Anatomie der ableitenden Tränenwege erforscht und ihre Funktionsweise geklärt war, gab es auch erste Versuche, diese bei Verstopfung zu durchstoßen, um dadurch einen freien Abfluss herzustellen. Schließlich wagte man es, sie auch durchzuspülen. Hierzu kamen zu Beginn des 18. Jahrhunderts besondere Tränenwegspritzen mit feinen, an ihrem Ende abgestumpften Kanülen sowie Metallsonden in Gebrauch. Die Abbildung zeigt eine solche Spritze aus der Zeit um 1750. Diese frühen Instrumente sind im Original äußerst selten und für den Sammler kaum erreichbar, noch seltener finden sich die Nadeln oder Sonden.
Interview mit Tagungspräsident Prof. Dr. Gerd. U. Auffarth
Vom 11. bis 13. April tagt die Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) und lädt in diesem Jahr nach Heidelberg ein. Diskutiert werden im Rahmen des zweitägigen wissenschaftlichen Programms mit Kursen, Wet-Labs und Symposien unter anderem die Zukunft von Katarakt- und Presbyopiechirurgie, Vor- und Nachteile der lamellären Techniken in der Hornhauttransplantation, Kontroversen der modernen Hornhautchirurgie oder auch die mikroinvasive Glaukomchirurgie. DER AUGENSPIEGEL sprach mit DGII-Tagungspräsident Prof. Dr. Gerd U. Auffarth (Heidelberg).
Ausgabe 05-2013
Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse
» AMD-Netz NRW informiert über Hilfsangebote
(24. Mai 2013)
Augenerkrankungen wie die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) bringen für Betroffene wesentliche Veränderungen und Herausforderungen für Beruf und Alltag mit sich. Was viele nicht wissen: Durch eine ganze Reihe von Hilfsmitteln und -angeboten lässt sich trotz Seheinschränkung weiterhin ein selbstständiges Leben führen. Ein neuer Film des AMD-Netz NRW mit dem Titel “Selbstständig bleiben mit Seheinschränkung” gibt Patienten, Angehörigen und Ärzten einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten, die helfen, den Alltag zu meistern und die Lebensqualität zu erhalten – unabhängig davon, welche Erkrankung des Auges Probleme bereitet.
» BVA empfiehlt: Kontaktlinsen individuell anpassen
(22. Mai 2013)
Etwa 3,4 Millionen Menschen in Deutschland nutzen die Vorteile von Kontaktlinsen: Die kleinen Sehhilfen korrigieren eine Kurz- oder Weitsichtigkeit sehr gut, sie sind unsichtbar, schränken das Gesichtsfeld nicht ein und sie beschlagen nicht. Voraussetzung dafür, dass Kontaktlinsen auf Dauer für klare Sicht sorgen, sind gesunde Augen. Deshalb sollten immer eine augenärztliche Untersuchung und eine individuelle Anpassung erfolgen, erklärt Dr. med. Gerald Böhme vom Berufsverband der Augenärzte: „Denn jedes Auge ist einzigartig.“
» Neues Behandlungskonzept soll Sehnervenzellen im MS-Frühstadium schützen
(7. Mai 2013)
Das Hormon Erythropoietin, auch bekannt als Dopingmittel EPO, kann bei einer Entzündung des Sehnervs, in einem frühen Stadium der Multiplen Sklerose, das Absterben von Nervenzellen verhindern. Dies hat die Heidelberger Neurologin Professor Dr. Ricarda Diem im Rahmen einer Pilotstudie gezeigt. Nun soll das neue Behandlungskonzept in einer groß angelegten Patientenstudie der Universitätskliniken Heidelberg und Freiburg überprüft werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Förderung des Projekts mit einer Million Euro bewilligt. Erste Patientinnen und Patienten werden ab Oktober 2013 eingeschlossen, teilt das Universitätsklinikum Heidelberg mit.
» Menschen mit Glaukom oft nicht fahrtüchtig
(2. Mai 2013)
Ein durch Glaukom eingeschränktes Gesichtsfeld hindert die Betroffenen, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen: Jüngste Studien am Fahrsimulator weisen auf ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko hin. Die Deutsche Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG) rät deshalb älteren Erwachsenen zu regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen. Denn in vielen Fällen bleibe die Gesichtsfeldeinschränkung zunächst unbemerkt. Eine frühzeitige Behandlung des Glaukoms könne die Sehfähigkeit erhalten und auch den Verlust der Fahrtüchtigkeit vermeiden.
» KBV-Kampagne: „Wir arbeiten für Ihr Leben gern“ startet
(25. April 2013)
Heute startet die KBV-Kampagne „Wir arbeiten für Ihr Leben gern,die bis 2017 den Berufsstand des niedergelassenen Arztes und Psychotherapeuten authentisch abbilden und dem Ärztemangel entgegenwirken soll. „Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland leisten einen unersetzbar wertvollen Beitrag für die gesamte Gesellschaft. Sie engagieren sich tagtäglich im hohen Maße für ihre Patienten. Dabei werden die Rahmenbedingungen immer schwieriger“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Köhler, heute in Berlin beim offiziellen Start der Kampagne unter dem Motto „Wir arbeiten für Ihr Leben gern“. Die auf mehrere Jahre angelegte Kampagne soll ein realistisches Bild vom Berufsstand zeigen. Sie soll den besonderen Wert ärztlicher Arbeit deutlich machen und damit auch einen Beitrag gegen den drohenden Ärztemangel leisten.