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Sehbehinderung: Tipps
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AAD „vertagt“ ihren Frühjahrskongress
Statt wie gewohnt im Frühjahr tagt die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) in diesem Jahr ausnahmsweise sowohl zu einem späteren Zeitpunkt als auch an anderem Ort: Vom 3. bis 6. Juni lädt der Berufsverband der Augenärzte (BVA) im Rahmen des World Ophthalmology Congress (WOC) ins ICC nach Berlin ein. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem 1. BVA-Vorsitzenden Prof. Dr. Bernd Bertram (Aachen) über die Herausforderung, eine deutschsprachige Fort- und Weiterbildungsveranstaltung in einen internationalen Kongress zu integrieren und die Erwartungen im Vorfeld des von langer Hand vorbereiteten Kongresses.
„Augenheilkunde und Lebensqualität“
Trotz Sturmtief Keziban und Schneechaos kamen Ende Januar rund 500 Augenärzte zur 172. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte (RWA) nach Bonn. Zu der zweitägigen Fortbildung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Augenheilkunde und Lebensqualität“ stand, hatte Tagungspräsident Priv.-Doz. Dr. Ulrich Fries (Bonn) eingeladen. Neben wissenschaftlichen Vorträgen zum gesamten Themenspektrum der Augenheilkunde standen vor dem Hintergrund wirtschaftlich angespannter Zeiten auch Aspekte wie Kosten-Nutzen-Bewertung und Prozessoptimierung auf dem Programm. Von Katica Djakovic.
Bis zu 25 Prozent der Patienten mit Rheumatoider Arthritis haben eine okuläre Beteiligung, in etwa zwei Prozent der Fälle kommt es zu einer primären Beteiligung der Hornhaut. Im Rahmen einer klinischen Untersuchung wurde überprüft, ob sich bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis Auffälligkeiten der Biomechanik im Rahmen von Veränderungen des strukturellen Aufbaus der Hornhaut aufzeigen lassen. Melanie Heinke, Prof. Dr. Carl Erb (Abteilung Augenheilkunde, Schlosspark-Klinik Berlin), K. Krause, A. Baumann, H. Dietze (Technische Fachhochschule Berlin) sowie Dr. Christof Pohl und Dr. Rieke H. E. Alten (Innere Medizin II, Abteilung Rheumatologie, Schlosspark-Klinik Berlin) erläutern das Verfahren und stellen Ergebnisse vor.
Experimentelle Studie zur intraokularen Anwendung von Moxifloxacin
Die bakterielle Endophthalmitis stellt mit einer Inzidenz von etwa 0,1 bis 0,5 Prozent eine seltene, aber auch eine der schwerwiegendsten Komplikationen nach Intraokularchirurgie dar. Zahlreiche mikrobiologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass die prophylaktische, intracamerale Anwendung von Moxifloxacin zur Vermeidung von postoperativen intraokularen Infektionen wirksam sein kann. Dr. Marcus Kernt stellt die Ergebnisse einer experimentellen Studie vor, die seine Arbeitsgruppe an der Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Moxifloxacin durchgeführt hat.
Allergische Reaktionen zählen zu den häufigsten und am weitesten verbreiteten Krankheitsbildern in einer ärztlichen Praxis. Die exponierte Lage des Auges führt nach lokaler Exposition mit dem Allergen zur raschen Beteiligung der vorderen Augenabschnitte. Im folgenden Beitrag diskutieren Dr. Hans-Walter Roth, Dr. Gregor Nietgen und Dr. Alice Nietgen das subjektive Beschwerdebild, die typischen klinischen Befunde an Lidern und Bindehaut, ihre ätiologischen Komponenten sowie die Therapie.
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der LIONS-Hornhautbank Saar-Lor-Lux, Trier/Westpfalz in Homburg/Saar findet am 13. März der erste internationale Homburger Hornhauttag statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes UKS, über die derzeitige Situation der Hornhauttransplantation in Deutschland sowie die eintägige Homburger Fortbildungsveranstaltung.
Eine Retinochorioiditis bei stark immunsupprimierten Patienten kann eine klinische Herausforderung bedeuten, da sich häufig atypische und foudroyante Verläufe zeigen. Dr. Silvia Zarmas-Röhl und Priv.-Doz. Dr. Anja Liekfeld berichten über eine atypische Retinochorioiditis bei einer 59-jährigen Patientin mit chronisch lymphatischer Leukämie.
Vom 25. bis 27. Februar findet in Köln der Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) statt. Die jährlichen DGII-Kongresse stellen jeweils zu Beginn des Jahres das erste Forum dar, auf dem wissenschaftlich fundiert die neuesten Forschungsergebnisse und Trends in der Katarakt- und Refraktiven Chirurgie wiedergegeben werden. DER AUGENSPIEGEL sprach mit dem diesjährigen DGII-Tagungspräsidenten Prof. Dr. Norbert Körber (Köln) über die 24. Jahrestagung.
Zum 9. Frankfurter Fortbildungskurs für Refraktive Chirurgie (FFRC) versammelten sich erneut rund 250 Teilnehmer zu einem breit gefächerten Update. Die Veranstaltung unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Kohnen umfasste in aktuellen Beiträgen der geladenen Referenten sowohl innovative Aspekte als auch bewährtes Wissen zur refraktiven und intraokularen Hornhautchirurgie, sie präsentierte praxisnahe Fallbeispiele und bot den Teilnehmern rege Diskussionsmöglichkeiten. Ein Bericht von Anna Sophia Bauch.
Prophylaktische Maßnahmen und wirksame Strategien
Über die späte Dislokation einer Intraokularlinse (IOL) mitsamt Kapselapparat nach komplikationsloser Kataraktchirurgie wird mit zunehmender Häufigkeit in der Literatur berichtet. Prädisponierender Faktor ist in über 50 Prozent der Fälle ein Pseudoexfoliationssyndrom (PEX). Eine signifikante Dezentrierung bis Dislokation der IOL kann nach Jahren spontan, nach Nd:YAG-Kapsulotomie oder Trauma eintreten. Ein Beitrag von Dr. Heike Häberle.
Ausgabe 03-2010
Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse
» Erstmalig tagt das „Münster Hornhaut Forum“
(9. März 2010)
Das Universitätsklinikum Münster (UKM) lädt zur erstmaligen Fachtagung des „Münster Hornhaut Forum“ am 20. März ein. Einen Schwerpunkt stellen neue Verfahren zur Hornhautbehandlung sowie der Transplantation, dar.
» Weltglaukomtag am 12. März weist auf Bedeutung der Vorsorge hin
(2. März 2010)
Jahr für Jahr erblinden in Deutschland rund 2.000 Menschen am Glaukom - ein Schicksal, das sich durch regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen vemeiden ließe, so der der Berufsverband der Augenärzte (BVA) und informiert zum Weltglaukomtag am 12. März 2010 über diese Volkskrankheit, die viel zu oft unentdeckt bleibe.
» Baden-Württemberg: Deutliche Abnahme der Hornhautspenden nach Gesetzesänderung
(1. März 2010)
Die Lions Hornhautbank Baden-Württemberg an der Universitäts- Augenklinik Freiburg verzeichnete 2009 einen Rückgang der Spenderzahlen um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ursache hierfür sieht die Hornhautbank in erster Linie in der Umsetzung der EU-Richtlinie durch die deutsche Gesetzgebung zum Umgang mit menschlichen Geweben.
» AMD-Therapie: Pro Retina sieht sich in Kritik an Kassen bestätigt
(22. Februar 2010)
Ein wissenschaftlicher Evidenzbericht im Auftrag des Verbandes der Ersatzkassen (VdEK) bestätige die Kritik der Patientenorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. an der Versorgung von Patienten, denen Altersblindheit droht, heißt es in einer Mitteilung der Patientenorganisation. Gemeinsam mit vier weiteren Verbänden hatte die Pro Retina vergangenen November in einem offenen Brief eine Aufnahme der AMD-Therapie in den gesetzlichen Leistungskatalog gefordert.
» DGFG: Gewebespenden sind 2009 um 37 Prozent gestiegen
(18. Februar 2010)
Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) konnte die Spende und Transplantation von Augenhornhäuten, Herzklappen und Blutgefäßen im vergangenen Jahr weiter steigern. Die Wartezeit auf ein Augenhornhauttransplantat sei auf einen Monat gesunken, meldet die DGFG.