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Aus der aktuellen Ausgabe

» Kongress AAD 2021 online

„Gelungene Premiere“, aber „keine Neuauflage“ mehr
Die Veranstalter zeigten sich mit dem Ergebnis der ersten Online-Tagung der Augenärztlichen Akademie Deutschlands (AAD) sehr zufrieden und meldeten zum Abschluss der viertägigen Fortbildungsveranstaltung von BVA und DOG insgesamt 4.373 Teilnehmer, davon jeweils täglich etwa 3.500 auf der Kongressplattform eingeloggt. Die Tagungsthemen wurden in 225 fachwissenschaftlichen Sessions referiert, aktuelle Informationen aus der Industrie boten 47 Aussteller und 24 Firmensymposien. Aber ungeachtet der positiven, fast schon erleichtert wirkenden Bilanz wurde auch die deutliche Hoffnung erkennbar, dass zur AAD 2022 der Zusatz „online“ entfällt und eine Rückkehr zum früheren Tagungsformat möglich ist. Ulrike Lüdtke M.A. berichtet über die diesjährige Fortbildungstagung.


» Autoantikörper als neues Ziel der Glaukomtherapie

Neue Erkenntnisse zur Pathogenese und Pathophysiologie des Glaukoms weisen auf eine Beteiligung des Immunsystems und Entzündungsprozesse als kausaler Faktoren hin. In klinischen Studien wurden Veränderungen verschiedener Autoantikörper bei Glaukompatienten nachgewiesen. Dr. Bettina Hohberger (Erlangen) zeigt das Potential der Autoantikörper als neues Ziel der Glaukomtherapie auf.


» Trabekelmaschenwerk-Proteine als Ziele serologischer Antikörper

Immunologische Aspekte der Glaukomerkrankung
Trotz des ungeklärten Ursprungs und der ungelösten Wirkung von glaukomspezifischen Autoantikörpern könnten sie als wertvolle Krankheitsbiomarker dienen und die Glaukomdiagnostik unterstützen. In jüngsten Studien konnten POWG-Patienten von nicht glaukomatösen Probanden bereits mit guter Präzision anhand veränderter Autoantikörper-Level klassifiziert werden. Dr. Vanessa M. Beutgen (Mainz) berichtet über die Forschungsansätze zu Veränderungen im serologischen IgG-Antikörper-Repertoire gegen Trabekelmaschenwerk-Proteine als potenzielle Biomarker beim Glaukom.


» Synthetische Antikörper-Peptide bei Glaukom

Forschung zu neuroprotektiven Therapiestrategien
Zukünftige Behandlungsoptionen des Glaukoms zielen darauf ab, nicht mehr nur den Augeninnendruck zu senken, sondern in die pathophysiologischen molekularen Mechanismen beim Glaukom einzugreifen. In einer Mainzer Forschungsarbeit konnte das neuroprotektive Potenzial der synthetischen glaukomassoziierten komplementaritätsbestimmenden Regionen (CDR) auf retinale Ganglienzellen in einem Ex-vivo-Modell bereits gezeigt werden. Eine spezifische Peptid-Protein-Interaktion führte zu signifikant geringeren zellulären Stressreaktionen und zu einer erhöhten Aktivierung der antiapoptotischen und antioxidativen Signalwege in den CDR- behandelten Netzhautexplantaten. Dies belegt, dass mit spezifischen synthetischen Peptiden auf molekularer Ebene eine erhöhte Überlebensrate von retinalen Ganglienzellen möglich ist. Dr. rer. nat. Carsten Schmelter (Mainz) stellt den Forschungsansatz zur Verwendung synthetischer Antikörper-Peptide als innovative Therapieform bei der Glaukomerkrankung dar.


» Lasertherapie oder IVOM beim Neovaskularisationsglaukom?

Das Neovaskularisationsglaukom (NVG) ist unter den therapierefraktären Glaukomformen häufig anzutreffen. Kausal beteiligt an seiner Entstehung sind Prozesse, die mit einer retinalen Ischämie und mit einer Ausschüttung von Wachstumsfaktoren (VEGF) einhergehen. Vor allem der ischämische Zentralvenenverschluss als auch die proliferative diabetische Retinopathie führen oftmals zu einem NVG. Die mit der Laserkoagulation und der Anti-VEGF-Injektion zur Verfügung stehenden therapeutischen Optionen in ihren Vor- und Nachteilen beim Neovaskularisationsglaukom erläutern Prof. Matthias Lüke und Prof. Julia Lüke (Köln).


» Neue Entwicklungen bei viskoelastischen Substanzen

Der Einsatz von Vitalfarbstoffen in der Augenheilkunde als effektives und nützliches Hilfsmittel setzt voraus, dass der Farbstoff keine toxischen Auswirkungen auf die Zellstrukturen des Auges hat. Dabei spielt neben der Konzentration auch die Expositionszeit des Farbstoffes eine Rolle. In einer Laborstudie wurde mittels Raman-Spektroskopie die Rückstandsmenge des Farbstoffes Trypanblau ermittelt, die bei der routinemäßigen Anwendung zweier kommerzieller Produkte auf einem Objektträger verbleibt, von denen eines Mischung von Viskoelastikum und Farbstoff kombiniert. Prof. Achim Langenbucher und Dr. Andreas F. Borkenstein berichten über die Ergebnisse.


» Die Taschenapotheke

Serie zur Sammlung Roth (Folge 117)
Arzt und Apotheker ergänzten sich stets ideal auf dem Gebiet der Heilkunde. Während die Aufgabe des Mediziners darin bestand, eine Erkrankung anhand der Anamnese, an ihren Symptomen und des Untersuchungsbefundes zu diagnostizieren, war es die Aufgabe des Apothekers, hierzu eine adäquate Medikation zu liefern. Beide Berufsgruppen haben letztlich die Aufgabe übernommen, in enger Zusammenarbeit den Patienten zu heilen. Dabei ist es wichtig, dass bei Bedarf die notwendige
Medikation für den Kranken auch möglichst kurzfristig zur Verfügung steht.


» 35. Jahrestagung der DGII tagte als Hybrid-Veranstaltung

„Individualisierung der Augenchirurgie“
Die „Individualisierung der Augenchirurgie“ stand im Mittelpunkt der 35. Tagung der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII), die der diesjährige Tagungspräsident Dr. Peter Hoffmann, Direktor der Augen- & Laserklinik Castrop Rauxel GmbH, als Hybrid-Veranstaltung vom 25. bis 27. Februar in Dortmund und zugleich als Live-Stream ausrichtete. Dr. Timur M. Yildirim (Heidelberg) berichtet über den Kongress.


» Beihilfe bestätigt die Abrechnung des Femtosekundenlasers

Die Beihilfe wird künftig den Einsatz des Femtosekundenlasers erstatten müssen. Zivilgerichte hatten die Erstattungsfähigkeit des Lasereinsatzes bislang unterschiedlich bewertet. Einerseits wird die Auffassung vertreten, der Lasereinsatz bei jedem Patienten sei stets eigenständig indiziert, andererseits sei in jedem Fall eine individuelle Indikation erforderlich. Die jüngere zivilrechtliche Judikatur lässt die Frage nach der generellen Indikation des Lasers offen, wenn sie individuell bei dem jeweiligen Patienten bejaht werden kann. RA Rüdiger Gedigk (Siegburg) erläutert die Rechtsprechung.


» IT-DED3: Vernetzte Forschungsaktivität zum Trockenen Auge

Das EU-Horizon 2020 Projekt am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln
Das IT-DED3 (Integrated Training in Dry Eye Disease Drug Development), gefördert im Rahmen des EU-Projektes Horizon2020, zielt darauf ab, innovative Forschung zu unterstützen, um neue Ideen in therapeutische Produkte für das Trockene Auge umzusetzen. Trotz der aktuellen pandemiebedingten Herausforderungen ist das Netzwerk hochaktiv und produktiv und kann bereits die ersten neuen therapeutischen Substanzen vorweisen, die sich auf dem Weg in klinische Studien befinden. Weiterhin wurden neue diagnostische Anwendungen entwickelt, die sich ebenfalls kurz vor der Implementierung in klinische Routinegeräte befinden. Prof. Philipp Steven (Köln) stellt das Netzwerk und die an der Uniklinik Köln durchgeführten Projekte von zwei Doktoranden vor, die veranschaulichen, wie patientenrelevante Forschung translational und in Interaktion zwischen akademischer Institution und Industriepartnern erfolgreich durchgeführt werden kann.


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Ausgabe Mai 2021

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» DFG-Förderung für Forschung zum Immunsystem im Auge

(7. Mai 2021) 

Schon länger beschäftigt Forschende die Frage, ob das Auge ein Immungedächtnis hat. Gerade für altersbedingte chronische Erkrankungen der Netzhaut, wie der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), spielt das lebenslange Immungedächtnis möglicherweise eine entscheidende Rolle. Eine neue Forschungshypothese geht davon aus, dass systemische Infektionen oder Allergien an anderer Stelle im Körper zu einem spezifischen Schaden am Auge führen könnten.

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» Anzeichen am Auge für systemische Erkrankungen

(5. Mai 2021) 

Ob Bluthochdruck, Diabetes, Schilddrüsenerkrankung, Borreliose, Tuberkulose, Multiple Sklerose oder Rheuma: Viele innere Erkrankungen können zuerst an den Augen in Erscheinung treten. Auf welche Anzeichen zu achten ist, erklärt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG).

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» Pro Retina: Bundesweite Kampagne „Kenne dein Gen“

(4. Mai 2021) 

Gentherapien bieten Perspektiven für Menschen mit bislang unheilbaren Krankheiten. Dies gilt auch im Bereich von genetisch bedingten Netzhauterkrankungen, die meist zur Erblindung führen. Um auf die Bedeutung der Gen-Analyse und das Potenzial von Gentherapien aufmerksam zu machen, startet PRO RETINA Deutschland e. V. eine bundesweite Kampagne mit dem Motto „Kenne dein Gen“. Die Kampagne wird gefördert vom AOK-Bundesverband.

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» Forschung: Zellen für Farbinformationen in Mäuseaugen

(30. April 2021) 

Forscher der Universitätsmedizin Göttingen haben untersucht, wie Nervenzellen im Auge auf unterschiedliche Farbkombinationen reagieren. In Augen von Mäusen fanden sie spezielle Zellen, die besonders gut auf Kontraste zwischen grünem und ultraviolettem Licht reagieren. Dies könnte die Tiere in die Lage versetzen, den Horizont deutlich wahrzunehmen und als Orientierungshilfe zu verwenden. Veröffentlicht wurden diese neuen Erkenntnisse im renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature Communications“.

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» Augenärzte beteiligen sich an Impfkampagne

(22. April 2021) 

Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) stellt klar: Augenärzte impfen gegen Corona. Wie andere Fachärztinnen und Fachärzte beteiligen auch sie sich flächendeckend an der Impfung der Bevölkerung. Zudem appelliert der Berufsverbandes an alle Bürgerinnen und Bürger, sich gegen Corona impfen zu lassen.

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