HOME | Der Augenspiegel | Zeitschrift für Klinik und Praxis

Home
 

Aus der aktuellen Ausgabe

» Entwicklung einer neuen ambulanten Versorgungsform für Glaukompatienten

Mit dem vom Innovationsausschuss geförderten Projekt SALUS „Selbsttonometrie und Datentransfer bei Glaukompatienten zur Verbesserung der Versorgungssituation“ wird überprüft, ob die Glaukomversorgung flächendeckend optimiert werden kann, wenn Betroffene ihren Augeninnendruck in ihrer häuslichen Umgebung über eine Woche mit Selbsttonometern regelmäßig selbst messen, statt wie bisher während eines zwei- bis dreitägigen stationären Klinikaufenthaltes. Dr. rer. nat. Kristina Oldiges und Prof. Nicole Eter (Münster) stellen die am 1. September in Westfalen gestartete Studie vor.


» Angiotensin-II-vermittelter oxidativer Stress bei Glaukom

Neue Forschungserkenntnisse im okularen Blutgefäßsystem
Untersuchungen haben gezeigt, dass Anomalien in der Regulation des Blutflusses mit der Entstehung eines Glaukoms assoziiert sind. Eines der wichtigsten blutflussregulierenden Systeme ist das Renin-Angiotensin-System, das bei geringem Blutvolumen über die Freisetzung des Gewebshormons Angiotensin II den Blutdruck erhöht. Dr. Caroline Manicam (Mainz) erörtert Angiotensin-II-vermittelten oxidativen Stress bei Glaukom und stellt neue Forschungserkenntnisse im okulären Blutgefäßsystem dar.


» Individuelle Laser-Presbyopiekorrektur

Presbyopie bedingt Brillenabhängigkeit – ein Umstand, den viele Menschen im Alltag oder bei Freizeitaktivitäten als extrem störend empfinden. Bislang sind jedoch alle Verfahren, die Alterssichtigkeit kausal zu behandeln, gescheitert. So ist jede Korrektur kompromissbehaftet und ein Eingriff muss entsprechend ausführlich mit dem Patienten besprochen werden. Dr. Detlev R. H. Breyer und Dr. Lena Beckers (Düsseldorf) stellen die zur Verfügung stehenden Verfahren für eine individuelle Laser-Presbyopiekorrektur dar.


» Fallbericht: Okuläre Tuberkulose

Die okuläre Tuberkulose ist eine sehr seltene extrapulmonale mykobakterielle Infektion und entwickelt sich in der Regel durch hämatogene Streuung ausgehend von einer Primärinfektion. Styliani A. Papadonta, Dr. Kalliopi Kontopoulou und Prof. Markus Kohlhaas (Dortmund) berichten über den Fall eines 67-jährigen Patienten, der sich über zehn Jahre hinweg in der Klinik mit rezidivierenden Lidschwellungen unklarer Genese am linken Oberlid sowie mit beidseitiger konjunktivalen Injektionen und Symblepharonbildung am rechten Auge vorstellte.


» Kunst und Ophthalmologie: „Der Blindensturz“

In früheren Gemälden wurden Blinde typischerweise mit geschlossenen Augen dargestellt. Pieter Bruegel der Ältere, einer der bedeutendsten Künstler seiner Zeit, stellt in seinem Renaissancegemälde „Der Blindensturz“ (1568) fünf Männer mit jeweils einem anderen Augenleiden dar. In den Gesichtern ist jede Augenerkrankung so realistisch von ihm gemalt worden, sodass eine – wenn auch nicht immer unumstrittene – ophthalmo-pathologische Diagnose möglich erscheint. Von Dr. Sibylle Scholtz, Dr. Kristian Gerstmeyer, Paolo Pieracci, Frank Krogmann und Prof. Achim Langenbucher.


» Die Brille der Obrigkeit

Serie zur Sammlung Roth (Folge 110)
Brillen sind heute ein Alltagsgegenstand und werden von unzähligen Menschen in aller Welt getragen, kaum einer von ihnen kennt jedoch ihre über 700 Jahre lange Entwicklungsgeschichte. An deren Beginn standen die Lesesteine, die als Artefakte bei der Schmelze von Glas vergrößernde Eigenschaften zeigten. Eingepasst in Fassungen aus Holz tauchen sie als erste Brillen um1350 in Wandgemälden auf, es folgten Darstellungen auf Altarbildern und Kirchenfenstern. Die ersten Brillenträger waren ausnahmslos Angehörige des Klerus.


» Kongress DOG 2020 online

Interview mit DOG-Präsident Prof. Hans Hoerauf zum 118. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft
Gleich zwei besondere Ereignisse prägen in diesem Jahr die Aktivitäten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG): 2020 jährt sich der 150. Todestag von Albrecht von Graefe. Anlass, um in vielfältiger Weise an den Arzt und Wissenschaftler zu erinnern, der in der Geschichte der modernen Augenheilkunde eine herausragende Bedeutung einnimmt und seinerzeit die traditionsreiche Fachgesellschaft ins Leben rief. „Eifrige Jünger der Ophthalmologie“ sollten sich alljährlich zu Austausch und Muße treffen, hatte von Graefe einst angeregt und damit auch den Grundstein für den jährlichen Kongress der DOG gelegt. In diesem Jahr jedoch, das die Fachgesellschaft als von-Graefe-Jahr ausgerufen hat, wird der Kongress erstmals nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden, sondern wurde kurzfristig zu einer virtuellen Veranstaltung umgeplant. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Prof. Hans Hoerauf, Direktor der Universitäts-Augenklinik Göttingen und amtierender DOG-Präsident, über die besonderen Umstände und Herausforderungen der Jahrestagung, die als „DOG 2020 online“ vom 9. bis 11. Oktober ausgerichtet wird.


» DMEK als Behandlungsoption einer bullösen Keratopathie nach multiplen Augenoperationen

Die Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK) hat sich in den letzten Jahren als operatives Verfahren auch zur Behandlung von komplizierten Fällen einer Hornhautdekompensation mit bullöser Keratopathie etabliert. Im Rahmen einer Fallserie an der Klinik für Augenheilkunde am St.-Johannes-Hospital Dortmund wurden acht Patienten mit fortgeschrittener Hornhautdekompensation bei Zustand nach multiplen intraokularen Eingriffen mit einer DMEK behandelt. Dr. Sofia Fili, FEBO, Dr. Georgios Perdikakis, Dr. Iraklis Vastardis und Prof. Markus Kohlhaas (Dortmund) stellen die Ergebnisse dar.


» Rebubbling nach DMEK

Retrospektive Auswertung von 624 Rebubblings nach DMEK
Ein häufig nach DMEK durchgeführter Eingriff ist die Wiedereingabe von Luft oder Gas in die Vorderkammer, das so genannte Rebubbling. Dieses wird meist aufgrund einer frühpostoperativen, progredienten beziehungsweise großflächigen Transplantatablösung durchgeführt, um durch die eingebrachte Endotamponade das Transplantat wieder anzudrücken. Bisher gibt es allerdings keinerlei einheitliche Richtlinien, wann ein solches Rebubbling erfolgen sollte. Dr. Sebastian Siebelmann, Katharina Kolb, Dr. Mario Matthaei, Prof. Björn Bachmann und Prof. Claus Cursiefen (Köln) stellen Daten der Kölner Rebubbling-Studie vor, in der eine große Zahl an Transplantatdehiszenzen retrospektiv ausgewertet wurde.


» 3D-Druck der Hornhaut

Die menschliche Hornhaut ist ein ideales Organ für das Tissue Engineering, da sie avaskulär und immunprivilegiert ist. Bislang imitieren viele Tissue-Engineering-Ansätze jedoch nur unzureichend die mechanischen Eigenschaften, die Oberflächenkrümmung und die stromale Zytoarchitektur der Hornhaut. Automatisierte Biofabrikationsstrategien, wie der 3D-Druck, könnten zukünftig zusätzliche räumliche Kontrolle während der Herstellung von zellbeladenen 3D-Konstrukten mit Epithel, Stroma und Endothelschicht bieten. Priv.-Doz. Dr. Matthias Fuest (Aachen) erläutert die aktuellen Forschungsansätze aus verschiedenen Arbeitsgruppen zum 3D-Druck der Hornhaut.


» Alle Inhalte.


Bild

Ausgabe Oktober 2020

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Aktualisierte Leitlinie zur Frühgeborenenretinopathie

(20. Oktober 2020) 

Alle Kinder, die vor der 31. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, sollen auf Frühgeborenenretinopathie (ROP) untersucht werden. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktualisierten Leitlinie zur „Augenärztlichen Screening-Untersuchung bei Frühgeborenen“, die damit die bisherige Altersgrenze um eine Woche absenkt, teilt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) mit.

... weiterlesen


» Diabetische Retinopathie: mehr leitliniengerechte Augenarzt-Kontrollen erforderlich

(16. Oktober 2020) 

Eine diabetische Retinopathie entwickelt sich lange Zeit unbemerkt. Zu Sehstörungen kommt es erst, wenn die Netzhaut des Auges bereits behandlungsbedürftige Schäden aufweist. Regelmäßige Augenarzttermine gehören zu einer leitliniengerechten Diabetestherapie dazu, werden jedoch zu selten umgesetzt, kritisiert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich der bevorstehenden Jahrestagung und weist darauf hin, dass auch nach zwei Jahren Diabetesdauer noch immer erst die Hälfte der Patienten einem Augenarzt vorgestellt worden sei.

... weiterlesen


» DOG zieht erfolgreiche Kongress-Bilanz

(13. Oktober 2020) 

Erstmals in der 163-jährigen Geschichte der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) ist ein Kongress der Fachgesellschaft virtuell abgehalten worden: Das neue Format „DOG 2020 online“ fand vom 9. bis 11. Oktober statt und erfreute sich einer großen Teilnehmerzahl: 2668 Personen besuchten wissenschaftliche Veranstaltungen an ihren Monitoren, darunter 2211 Fachteilnehmer, teilt die DOG mit.

... weiterlesen


» COVID-19: Aerosole deutlich infektiöser als Tränenflüssigkeit oder Bindehaut

(10. Oktober 2020) 

SARS-CoV-2 ist hochgradig infektiös und wird hauptsächlich durch das Einatmen von Tröpfchen oder Aerosolen übertragen. Können sich Menschen aber auch über die Augen mit dem Virus infizieren? Einige Berichte weisen darauf hin, dass eine Ansteckung über die Schleimhäute, einschließlich der Bindehaut, möglich sei. Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) diskutierten Experten, ob die Bindehaut oder der Tränenfilm Eintritts- oder Austrittspforten für das Virus sein können.

... weiterlesen


» DOG-Kongress: 9.-11. Oktober

(9. Oktober 2020) 

Fehlentwicklungen in der Augenheilkunde durch die zunehmende Ökonomisierung in der Medizin sind ein Schwerpunktthema des 118. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), der am Freitag, 9. Oktober, beginnt und erstmals online abgehalten wird. „Wir haben zu wenig Zeit für das Patientengespräch und die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses“, kritisiert Professor Dr. med. Hans Hoerauf, Präsident der DOG. Fehlanreize müssten korrigiert, überbordende Bürokratie- und Dokumentationsvorgaben endlich abgebaut werden. Neben den Auswirkungen der Ökonomisierung steht die Würdigung Albrecht von Graefes, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährte, im Fokus. Die DOG 2020 online findet bis 11. Oktober 2020 statt.

... weiterlesen