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Aus der aktuellen Ausgabe

» Kongress DGII 2021

Interview mit DGII-Tagungspräsident Dr. Peter Hoffmann
Als Hybrid-Veranstaltung tagt der 35. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für IntraokularlinsenImplantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII): Unter dem Hauptthema „Individualisierung der Augenchirurgie“ findet die Tagung vom 25. bis 27. Februar in Dortmund und zugleich als Live-Stream statt. DER AUGENSPIEGEL sprach mit Dr. Peter Hoffmann, Direktor der Augen- & Laserklinik Castrop Rauxel GmbH und diesjähriger DGII-Tagungspräsident.


» Neues und Bewährtes bei der Berechnung von torischen Intraokularlinsen

Bei der Berechnung von torischen Intraokularlinsen hat es in den letzten Jahren sowohl durch neue Biometer und Hornhauttomografen als auch durch neue und zum großen Teil frei verfügbare Formeln vielfältigen Fortschritt gegeben. Dr. Burkhard von Jagow, FEBO (Eberswalde) gibt einen Überblick über Messmethodik und die zur Verfügung stehenden Formeln zur Berechnung von torischen Intraokularlinsen.


» Häufigkeit von Kataraktoperationen

Ergebnisse der Gutenberg-Gesundheitsstudie
Bei der Gutenberg-Gesundheitsstudie handelt es sich um eine bevölkerungsbasierte, prospektive, monozentrische Kohortenstudie mit Teilnehmern aus der Bevölkerung der Stadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen. Neben Herz-Kreislauferkrankungen, metabolischen und psychischen Erkrankungen werden auch Augenerkrankungen untersucht, um bessere Erkenntnisse über das jeweilige Erkrankungsrisiko zu gewinnen. In einer ersten Auswertung erfolgte die Bestimmung der Prävalenz der Pseudophakie in der Baseline-Untersuchung. In einer zweiten Analyse wurde die Häufigkeit der Kataraktoperation in der allgemeinen Bevölkerung über einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren untersucht. Dr. Julia V. Stingl, Prof. Urs Voßmerbäumer, Prof. Norbert Pfeiffer und Prof. Alexander K. Schuster (Mainz) stellen die Ergebnisse vor.


» Diagnostik mit der Scheimpflugkamera

Pentacam AXL Wave: Ein Diagnostikgerät für alles?
Für die präoperative Diagnostik, das Patientengespräch sowie die Operationsplanung für die gesamte Hornhaut- und Kataraktchirurgie bietet die Pentacam AXL Wave alle erforderlichen Informationen in einem Messablauf. Eine breite Publikationsbasis hat die Präzision der Pentacam Scheimpflug-Tomographie belegt. Laufende Studien an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg bestätigen für die Pentacam AXL Wave die Wiederholbarkeit der Einzelmessungen und die Vergleichbarkeit zu dem IOLMaster 700 und dem ARK-1s. Prof. Gerd U. Auffarth, FEBO und Dr. Timur Yildirim (Heidelberg) erläutern Studienergebnisse und Einsatzmöglichkeiten im klinischen Alltag.


» 30 Jahre optische Kohärenztomographie des menschlichen Auges

Adolf Fercher realisierte 1990 mithilfe der Weißlichtinterferometrie erstmals ein zweidimensionales Bild des Fundus eines lebenden menschlichen Auges. Heute gilt die optische Kohärenztomographie (OCT) in weiten Bereichen der Augenheilkunde als Standarddiagnosetechnik. Dr. Sibylle Scholtz, Lee MacMorris und Prof. Achim Langenbucher vom Institut für Experimentelle Ophthalmologie am Universitätsklinikum Homburg/Saar stellen Ferchers visionäre Ideen vor, die die Grundlage für die weitere Entwicklung der optischen Kohärenztomographie bildeten.


» Paradoxa im Bauplan des menschlichen Sehorgans (Teil 1)

Bedeutung der paradoxen Konstruktionen zum „intelligenten“ Sehen
Das menschliche Sehsystem ist ein Produkt sowohl des Gehirns als auch der Augen: Die Entwicklung der Augen wird im Gehirn initiiert, die Entwicklung der zentralen Sehnervenbahn, die von den Augen zum Gehirn führt, wird hingegen in den Augen initiiert und die Entwicklung der sechs extraokularen Muskeln zur Okulomotorik-Kontrolle der Augen erfolgt wiederum im Gehirn. Zum Bauplan des Sehsystems gehören paradoxe Konstruktionen, die nicht ohne weiteres erklärbar und nicht sofort als intelligente Lösungen erkennbar sind. Manche dieser Lösungen werden als Fehlleistungen der Natur bezeichnet, manche werden in paradoxer Weise missinterpretiert. Dr. Norbert Lauinger, Institut für Optosensorik, Wetzlar, erläutert die Bedeutung dieser Paradoxa für das menschliche Sehen.


» Fallbericht: Abduzens- und Okulomotoriusparese beidseits

Unter einer Okulomotoriusparese versteht man die Lähmung des Nervus oculomotorius (III. Hirnnerv). Da dieser Nerv die größte Anzahl der äußeren Augenmuskeln über motorische Fasern sowie parasympathisch zwei von drei inneren Augenmuskeln innerviert, kann eine Störung in Abhängigkeit von Lokalisation und Ausmaß äußerst komplexe Beeinträchtigungen der Augenbeweglichkeit und Wahrnehmungsfähigkeit hervorrufen. Dr. Jochen Lenz, C. Kühlborn, Prof. Karl-Heinz Emmerich und Nayyir Alavi berichten über den Fall eines 26-jährigen Patienten, der in der Notaufnahme vorstellig wurde.


» Die Augenwärmedose

Serie zur Sammlung Roth (Folge 114)
Die Wärmeapplikation zählt zu den ältesten physikalischen Heilmethoden, die uns bekannt sind. Wärme galt bei sämtlichen Entzündungen als hilfreich, die Heilkraft des Sonnenlichts schien dabei von göttlicher Herkunft. Wärme fördert den Heilprozess, verkürzt so den Krankheitsverlauf, sie aktiviert das Immunsystem und reduziert Schmerzen. In der Antike wurden heiße Thermalquellen benutzt und ebenso erhitzte Steine und heiße Kompressen, die man auf die erkrankten Körperteile legte.


» 2. Baltic Sea Eye Conference tagte in Rostock

Mit maximaler Hygieneumsicht, gemäß der Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Corona-Pandemie, hatten Prof. Thomas Fuchsluger und sein Team zur 2. Baltic Sea Eye Conference für den 11. und 12. September nach Rostock eingeladen. Der erste Tag war der Augenheilkunde als operative Disziplin gewidmet. Am nächsten Tag fanden sich die Teilnehmenden zur 1st International Rostock Beach Academy einschließlich einer Industrieausstellung in Warnemünde ein, ein zusätzliches Programm war an ophthalmologisches
Assistenzpersonal und Patienten gerichtet. Dr. Udo Hennighausen (Hamburg) fasst die Tagung zusammen.


» Analyse struktureller und funktioneller Netzhautveränderungen bei AMD-Patienten

Ziel einer prospektiven Beobachtungsstudie an der Universitäts-Augenklinik Bonn war die Analyse und Korrelation von strukturellen Netzhautveränderungen mit der ortsaufgelösten Netzhautfunktion unter mesopischen und skotopischen Untersuchungsbedingungen bei Patienten mit einer intermediären AMD (iAMD). Dazu erhielten diese Patienten über vier Jahre eine jährliche multimodale Netzhautbildgebung, unter anderem mit der Nah-Infrarot (NIR), der Spektral-Domain Optischen-Kohärenztomographie (SD-OCT) und der Fundusautofluoreszenzbildgebung (FAF). Dr. Marlene Saßmannshausen, Dr. Maximilian Pfau, Dr. Sarah Thiele, Prof. Frank G. Holz und Prof. Steffen Schmitz-Valckenberg (Bonn) stellen die Ergebnisse vor.


» Alle Inhalte.


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Ausgabe Februar 2021

Archiv: Cover und Inhaltsverzeichnisse


Kurznachrichten

» Köln: Interdisziplinäres Zentrum für Uveitis gegründet

(4. März 2021) 

An der Uniklinik Köln ist ein Interdisziplinäres Zentrum für Uveitis und entzündliche Augenerkrankungen gegründet worden. Da viele Patienten mit Uveitis auch extraokuläre Symptome und Mitbeteiligungen haben, ist zur kompetenten Betreuung dieser Patienten eine feinabgestimmte interdisziplinäre Betreuung nötig. Dies soll sichergestellt und die Versorgung dieser Patienten verbessert werden, so die Uniklinik Köln.

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» Proof-of-Principle-Studie zur RPE-Transplantation

(3. März 2021) 

Einem Forscher-Team aus New York, Singapur und Sulzbach ist es gelungen, Netzhautzellen zu transplantieren, die aus menschlichen Stammzellen gewonnen wurden. Die Wissenschaftler konnten am Tiermodell nachweisen, dass die transplantierten Zellen im Empfängerauge überleben, teilt die Augenklinik Sulzbach mit.

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» Retina: Frühe Alzheimer-Diagnostik mit spektroskopischen Methoden

(2. März 2021) 

Alzheimer an den Augen erkennen, lange bevor die unheilbare Erkrankung ausbricht: Diesem Ziel ist ein europäisches Forschungsteam unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) einen Schritt näher gekommen, teilt das IPHT mit.

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» Aniridie: Kooperation rettet Augenlicht

(28. Februar 2021) 

Die Zusammenarbeit von Augenärzten und Selbsthilfegruppen kann Kindern mit seltenen Erkrankungen wie der angeborenen Erkrankung Aniridie das Augenlicht, aber auch das Leben retten. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) aus Anlass des internationalen Tages der Seltenen Erkrankungen hin, der am 28. Februar 2021 stattfindet. In Deutschland sind etwa 900 Patienten von Aniridie betroffen. Wird die Augenfehlbildung nicht rechtzeitig erkannt, drohen Erblindung und bei entsprechender Veranlagung sogar ein bösartiger Nierentumor.

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» BVA-Tipps zum Gerstenkorn

(25. Februar 2021) 

Plötzlich ist sie da: Ein kleine, unangenehm schmerzende Schwellung am Lid irritiert einen andauernd, man möchte ständig daran reiben und weiß doch: Das sollte man nicht tun. Das Gerstenkorn mag lästig sein, doch es ist in der Regel eine harmlose Entzündung am Augenlid, die mit Therapie meist schnell abheilt und bei einem Teil der Patienten auch nach einigen Tagen bis Wochen von alleine verschwindet. Dr. Andrea Lietz-Partzsch und Christian Theinert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands geben Hinweise, was zu tun ist.

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